NEUER « PLAN A »

Kreissparkasse Waiblingen

AUSBILDUNGS- UND KARRIEREPERSPEKTIVEN IN DER KREISSPARKASSE WAIBLINGEN

Immer mehr Studierende erkennen im Laufe ihres Hochschulstudiums, dass der eingeschlagene Weg für sie nicht  der richtige ist. Die Gründe sind vielfältig.

Eine Entscheidung getroffen zu haben, die nicht für einen passt, ist nicht  schlimm. Wichtig ist, den Schritt zur Veränderung zu wagen. Eine berufliche Ausbildung mit Weiterbildungsmöglichkeiten ist eine sehr gute Alternative. Die Kreissparkasse Waiblingen eröffnet Studienaussteigern mit einer hochwertigen Ausbildung neue Karriereperspektiven.

INCLUDE hat zwei  Studienaussteigerinnen interviewt, die aktuell eine Ausbildung zur Bankkauffrau mit Zusatzqualifikation  „Finanzassistent“ in der Kreissparkasse Waiblingen absolvieren.

Frau Stählin, Frau Hoffmann, in welchem Studiengang haben Sie studiert?
Helen Hoffmann: Ich habe 2013 mit einem Pharmaziestudium begonnen und bin 2015 in ein Jurastudium  gewechselt.
Stefanie Stählin: Direkt nach dem Abitur 2016 habe ich dual Fitnessökonomie und Gesundheitsmanagement an einer privaten Hochschule in Stuttgart studiert.

Was hat Sie zur Entscheidung für ein Studium nach dem Abitur bewogen?
Helen Hoffmann: In der Schule wurde immer viel „Werbung“ für ein Studium gemacht. Trotzdem hab ich mich nach dem Abitur auch für Ausbildungsberufe beworben, dann jedoch eine Zusage für das Pharmaziestudium bekommen.
Stefanie Stählin: Für mich war eigentlich immer klar, dass ich gerne studieren möchte. Mein (leider) sehr  festgefahrener Gedanke war „Wer Abi hat, muss auch studieren“.

Welche Erwartungen haben Sie mit einem Studium verbunden?
Helen Hoffmann: Durch das Studium habe ich mir eine gute, sichere Arbeitsstelle und hohen Lohn erhofft.
Stefanie Stählin: Meine Erwartungen waren ganz klar, die Grundlage für eine erfolgreiche Karriere zu setzen und fachlich fit zu werden.

Welche Erfahrungen haben Sie gesammelt?
Helen Hoffmann: Durch meine Studiengänge hatte ich die Möglichkeit, in anderen Städten zu leben und  selbstständiger zu werden. Jedoch war ich damals wie heute sehr heimatverbunden, weshalb es mir schwer fiel, nicht  jedes Wochenende zu Hause sein zu können. Aus meinem Jurastudium nehme ich vor allem den Umgang mit Gesetzestexten mit. Dies hat mir in meiner jetzigen Bankausbildung sehr geholfen.
Stefanie Stählin: Der betriebliche Teil meines dualen Studiums hat mir einen sehr guten Einblick in die Arbeitswelt gegeben – die erlernten Fähigkeiten kann ich perfekt in meine Ausbildung übertragen. Das theoretische Wissen hat mir in meiner privaten „Sportlerkarriere“ weitergeholfen. Leider wurde im Studium vorausgesetzt, dass alles alleine erarbeitet wird. Dazu kam noch der Konkurrenzgedanke in den Vorlesungen. Insgesamt hätte ich mir mehr Unterstützung und Betreuung gewünscht.

Welche waren für Sie die entscheidenden Faktoren, Ihr Studium aufzugeben?
Helen Hoffmann: Bei mir war die Entscheidung nicht ganz freiwillig, da ich eine Prüfung nicht bestand und die  Universität hätte wechseln müssen, um weiterstudieren zu können. Somit entschied ich mich, einen anderen Weg  einzuschlagen.
Stefanie Stählin: Diese Entscheidung war für mich nicht einfach. Ausschlaggebend waren die schlechten  Arbeitsbedingungen in der Fitness-Branche und das Gefühl, ständig auf sich allein gestellt zu sein.

Wie sind Sie auf die Ausbildung Bankkauffrau mit Zusatzqualifikation „Finanzassistent“ bei der Kreissparkasse Waiblingen gekommen?
Helen Hoffmann: Ich habe zusammen mit meiner Mutter überlegt, was zu mir passen würde, und wir kamen zum  Entschluss, dass das Bankgeschäft auch eine gute Option wäre. Daraufhin informierte ich mich im Internet, welche  Ausbildungsberufe bei Banken angeboten werden. Mir war es wichtig, eine Ausbildung zu wählen, für die mein Abitur von Vorteil wäre, und fand dies dann bei der Kreissparkasse Waiblingen mit der Zusatzqualifikation  „Finanzassistent“.
Stefanie Stählin: Bereits im Studium habe ich gemerkt, dass mir der Umgang mit Menschen und die Beratung liegt.  Da ich aus einer „Banker-Familie“ komme, habe ich mich hier ein wenig umgehört. Nach meinem  Vorstellungsgespräch habe ich mich sehr schnell für die Kreissparkasse entschieden, weil hier einfach das  Menschliche und die Sympathie gepasst haben. Zudem liegt mein Arbeitsplatz nah an meinem Wohnort.

In welche  Aufgaben sind Sie in Ihrer praktischen Ausbildung eingebunden? Was lernen Sie alles?
Helen Hoffmann: Am Anfang war ich vor allem in der Serviceberatung eingesetzt. Man hat Kontakt zu sehr vielen  unterschiedlichen Menschen. Ich kann viel Eigenverantwortung übernehmen und muss mich selbst organisieren.  Das ist ähnlich wie im Studium. Jedoch habe ich in der Ausbildung immer einen Ansprechpartner und arbeite im  Team mit anderen zusammen, was mir unheimlich hilft, das in der Berufsschule Gelernte mit dem Praktischen zu  verknüpfen. Inzwischen kann ich mich auch in anspruchsvollen Beratungsgesprächen beweisen.
Stefanie Stählin: Auch meine hauptsächlichen Aufgaben liegen in der Kundenberatung. Das Schöne ist die Vielfalt in diesem Beruf. Kunden kommen mit den unterschiedlichsten Wünschen zu uns: Online-Banking, Geldanlage, Kredite  usw.

Welche Eindrücke haben Sie über Ihre berufliche Ausbildung als Alternative zu einem Studium gewonnen?
Helen Hoffmann: Ich bin sehr froh, das gefunden zu haben, was mir Spaß macht. Im Studium habe ich immer das  Arbeiten im Team vermisst. In meiner Ausbildung wird an einem Strang gezogen und sich gegenseitig unterstützt.  Im Studium dagegen hab ich auch viel Konkurrenz erlebt, da hat jeder für sich gekämpft.
Stefanie Stählin: Anfangs hatte ich ein wenig Bedenken, ob die Ausbildung das Richtige für mich ist – gerade, weil  ich schon mal ein Studium abgebrochen hatte. Diese Bedenken wurden mir bereits in den ersten Wochen  vollkommen genommen! Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass ich diesen Schritt gegangen bin, und fühle mich sehr gut betreut. Außerdem habe ich in der Ausbildung auch enge Freundschaften schließen können.

Was hat Sie in der Ausbildung weitergebracht? Wovon haben Sie profitiert?
Helen Hoffmann: Das Team, in dem ich arbeite, ist einfach super. Ich gehe jeden Tag gerne zur Arbeit und fühle  mich sehr wohl. Dadurch läuft es automatisch gut. Ich profitiere auch von verschiedenen Hospitationen in  Fachabteilungen und natürlich von vielen Beratungsgesprächen, die ich begleiten darf.
Stefanie Stählin: Zum einen die fachlichen Kenntnisse – viele Informationen aus der Schule sollten meiner Meinung  nach eigentlich zur Allgemeinbildung gehören. Zum anderen ganz klar das Menschliche.

Welche Vorstellung haben Sie über Ihren Berufsweg nach Abschluss der Ausbildung?
Helen Hoffmann: Ich kann mir sehr gut vorstellen, die Weiterbildungslehrgänge zur Bankfachwirtin und  Bankbetriebswirtin in der Kreissparkasse wahrzunehmen.
Stefanie Stählin: Bereits jetzt darf ich Verantwortung in einer festen Stelle als Kundenberaterin übernehmen.  Berufsbegleitend möchte ich mich durch ein duales Studium als Bachelor of Finance weiterbilden.

Welchen persönlichen Ratschlag würden Sie Gymnasiasten für deren berufliche Planung mitgeben?
Helen Hoffmann: Nach dem Abitur ist man noch sehr jung, teilweise noch nicht einmal volljährig. Ich fand es damals sehr schwer, schon zu wissen, was ich den Rest meines Lebens machen will. Ich war froh, dass ich immer Unterstützung hatte und mich ausprobieren durfte. Jedoch ist ein abgebrochenes Studium auch sehr teuer. Wenn  man ein Studium beginnt, sollte man sich sehr sicher sein, da der Weg bis zum Abschluss sehr hart und lang ist. Der Leistungsdruck, den man in einem Studium erfährt, ist nicht mit dem Abitur zu vergleichen. Trotzdem will ich meine Erfahrungen nicht missen, sie haben mir persönlich sehr weitergeholfen.
Stefanie Stählin: Macht euch keinen Stress! Ich war am Ende meiner Schulzeit total unter Druck, weil ich nicht  wusste, was ich machen soll – und habe das Erstbeste genommen. Diese Entscheidung bereue ich nicht, aber man muss auch den Mut haben, sich einzugestehen, dass man in einem anderen Beruf vielleicht besser aufgehoben ist. Außerdem möchte ich euch mitgeben, dass ihr auf euch selbst hören solltet. Meine Mama hatte mir vom Bankberuf abgeraten – ausnahmsweise bin ich mal froh, nicht auf sie gehört zu haben.

Kommentar schreiben